Wichteltür bei zwei Kindern mit Altersunterschied, wie teilt man das auf?
Ein Wichtel, eine Tür, ein Haushalt: Zwei Türen bedeuten zwei Geschichten, doppelte Arbeit und einen täglichen Vergleich, wer mehr bekommen hat. Der Altersunterschied wird nicht über die Menge aufgefangen, sondern über die Aufgaben, die die Kinder bekommen.
Warum eine Tür reicht
Sobald es zwei Türen gibt, zählen Kinder mit. Wer hatte länger Besuch, wer hat den dickeren Brief bekommen, warum lag bei ihr etwas und bei mir nicht. Eine gemeinsame Tür löst das Problem an der Wurzel: Der Wichtel wohnt im Haus, nicht bei einem Kind. Er schreibt an beide, er stellt Unsinn im Wohnzimmer an, und der Fund gehört dem, der zuerst aufsteht. Das ist unfair, aber es ist jeden Tag anders unfair, und damit können Kinder gut leben.
Den Altersunterschied in Aufgaben übersetzen
Bei drei und sieben Jahren bekommt das kleine Kind das Sichtbare und das große das Lesbare. Das Kleine sucht und findet, das Große liest den Brief vor, das ist eine echte Rolle und keine Beschäftigungstherapie. Für das große Kind gibt es zusätzlich etwas, das das kleine noch nicht kann: eine Geheimschrift, ein Rätsel über mehrere Tage, eine Karte mit einem Kreuz. Der Wichtel spricht beide an, aber er traut ihnen Verschiedenes zu. Genau das wollen ältere Geschwister hören.
Wenn das große Kind schon Bescheid weiß
Das ist kein Problem, sondern die beste Lösung, die es gibt. Macht es zum Mitwichtel mit eigenem Auftrag: Es darf zwei Nächte pro Woche selbst planen und den Wecker stellen. Ein Kind mit Verantwortung verrät nichts, ein Kind, das ausgeschlossen wurde, verrät ziemlich sicher etwas, und zwar beim Frühstück. Nebenbei kauft euch das zwei Nächte Arbeit ab.
Fritzis Wichtelkamera ist die App zur echten Wichteltür: Vom 1. bis 24. Dezember entstehen darin Beweise aus dem eigenen Wohnzimmer, die Eltern geben jeden Moment frei, bevor das Kind ihn sieht. Einmalig 14,99 €, kein Abo, keine Zusatzkäufe.