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Mein Kind glaubt nicht mehr an den Wichtel, wie reagiere ich?

Antwortet nicht mit einem Beweis, sondern mit einer Frage: Was denkst du denn? Kinder, die zweifeln, wollen meistens nicht die Wahrheit hören, sondern die Erlaubnis, weiter mitzuspielen, und die könnt ihr geben, ohne zu lügen.

Drei Arten von Zweifel, die sehr verschieden sind

Der Test: Das Kind sagt es mit einem Grinsen und schaut euch dabei an. Es will sehen, ob ihr zuckt. Die Erkenntnis: Es sagt es leise, oft abends, und ist ein bisschen traurig dabei. Der Gruppendruck: In der Kita hat jemand etwas gesagt, und jetzt muss das Kind seine Position finden, ohne dumm dazustehen. Nur die zweite Art braucht ein echtes Gespräch. Die erste braucht Gelassenheit, die dritte braucht einen Satz, mit dem das Kind vor anderen bestehen kann.

Der Satz, der beides offenlässt

Manche Sachen sind wahr, weil man sie glaubt, und man findet ganz allein heraus, wann man aufhört. Damit lügt ihr nicht, ihr nehmt aber auch nichts weg. Danach nicht nachlegen, keine zusätzlichen Beweise, kein größerer Streich in der nächsten Nacht. Genau das durchschauen Kinder sofort. Wenn die Zweifel wachsen, macht das Programm nicht lauter, sondern kleiner und persönlicher: Briefe, die etwas wissen, was nur dieses Kind erlebt hat, wirken länger als Spektakel.

Wenn es raus ist, gibt es eine Beförderung

Aus einem Kind, das Bescheid weiß, wird nicht ein Kind ohne Wichtel, sondern ein Mitwichtel. Es darf Zettel schreiben, Streiche für das kleinere Geschwisterkind planen, den Wecker stellen und mitten in der Nacht aufstehen. Das ist ein Aufstieg, und die meisten Kinder nehmen ihn begeistert an. Wichtig dabei ist eine einzige Regel: Wer dazugehört, verrät nichts, auch nicht in der Kita. Damit ist der Verlust in Verantwortung umgewandelt, und die trägt oft noch zwei, drei Jahre.

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