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Wichtelstreiche ohne Sauerei: Ideen ohne Mehl und Glitzer

Die besten Streiche ohne Sauerei verrücken Dinge, statt Material zu verteilen: Der Wichtel baut, stapelt, tauscht, verkleidet und hinterlässt Schrift. Zehn Ideen, die in unter fünf Minuten stehen und beim Aufräumen null Minuten kosten, stehen unten.

Warum Mehl und Glitzer überbewertet sind

Mehl wirkt genau einmal richtig gut, nämlich in der ersten Nacht. Danach ist es vor allem Arbeit, und Glitzer findet man im April noch in den Fugen. Dazu kommt ein erzählerisches Problem: Wer Material verteilt, muss jede Nacht mehr verteilen, damit es auffällt. Wer Dinge verrückt, kann sich unendlich wiederholen, weil jede Anordnung neu ist. Die Wirkung liegt nicht in der Menge, sondern darin, dass etwas offensichtlich von jemandem gemacht wurde, der nur zwanzig Zentimeter groß ist.

Zehn Streiche ohne Rückstände

Erstens die Seilbahn: eine Schnur quer durchs Zimmer, daran hängen mit Wäscheklammern Socken. Zweitens der Stuhlkreis: alle Kuscheltiere sitzen im Kreis um die Tür herum, ein Zettel in der Mitte. Drittens der Turm: Klopapierrollen, Bauklötze oder Dosen zu einem unmöglich hohen Stapel gebaut. Viertens der Tausch: Zahnbürsten liegen an falscher Stelle, Schuhe stehen verkehrt herum, das Foto an der Wand hängt schief. Fünftens die Miniatur-Bibliothek: drei Bücher aufgeschlagen wie ein Lesesaal. Sechstens die Barrikade: Vor der Tür liegen von innen Streichhölzer kreuz und quer. Siebtens der Bissen: aus einem Keks ist ein winziges Stück heraus. Achtens die Wäscheleine für Wichtelkleidung, aus Papier ausgeschnitten. Neuntens die Umzugskiste: eine Streichholzschachtel, gepackt mit einer Erbse und einem Knopf. Zehntens die Schrift: ein Wort in Zahnpasta auf dem Spiegel, das mit einem Wisch verschwindet.

Die zwei Ausnahmen, die sich lohnen

Zwei Sauereien haben ein so gutes Verhältnis von Aufwand zu Morgengesicht, dass sie erlaubt sind. Die Mehlspur, gelegt mit dem Fingerballen, kostet fünf Minuten und lässt sich in zwei Minuten aufsaugen. Und Kakao statt Mehl auf hellem Boden, mit demselben Aufwand und dem netten Nebeneffekt, dass es riecht. Einmal pro Saison, am besten in der ersten Nacht. Alles Weitere braucht kein Material.

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